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Dommuseum Frankfurt
 
VASA SACRA UND VASA NON SACRA
Im Dommuseum werden neben der liturgischen Kleidung der Kirche auch eine Auswahl liturgischer Geräte vom 14. bis zum 20. Jahrhundert gezeigt. Diese Geräte heißen Vasa Sacra und Vasa non Sacra, heilige Geräte und nicht heilige Geräte.
 
Vasa Sacra werden alle die Geräte genannt, die im Gottesdienst der Kirche unmittelbar mit dem Leib und dem Blut Jesu Christi unter den Gestalten von Brot und Wein in Berührung kommen. Dazu gehört der Kelch für den Wein, aber auch der Kelche, Speisekelch, für die Aufbewahrung des Brotes, der sogenannten Hostien. Heute wird häufig zur Aufbewahrung der Hostien auch eine Hostienschale benutzt. Mit dem verwandelten, konsekrierten, Brot kommt auch die Patene, der Hostienteller, in Berührung. Diese liturgischen Geräte werden bei der Feier der heiligen Messe gebraucht.
 
Außerhalb der Messe kommt besonders die Monstranz, ein Zeigegerät, mit dem konsekrierten Brot in Berührung. Sie wird bei Gottesdiensten gebraucht, in denen es um die Verehrung und Anbetung des Leibes Jesu Christi in der Gestalt des Brotes geht. Sie findet aber auch bei den Prozessionen am Fronleichnamfest, Fest des Herrenleibes, ihren Gebrauch, wenn sie mit dem Brot durch die Straßen getragen wird.
 
Alle Vasa Sacra müssen aus wertvollem Material und künstlerisch hochrangig gestaltet sein. Insbesondere die Teile der Vasa Sacra, die unmittelbar zur Aufnahme von Brot und Wein dienen, müssen aus Gold sein.
 
Vasa non Sacra sind alle liturgischen Geräte, die nicht mit dem konsekrierten, also verwandelten Brot und Wein in Berührung kommen. Dazu gehören z.B. die Weihrauchfässer, die Kännchen für Wasser und Wein, die Taufschale und die Taufkanne, Kerzenleuchter, Öldose usw. Sie dürfen auch aus minderwertigerem Material und künstlerisch relativ einfach geschaffen sein, dienen aber auch der Ehre und Verehrung Gottes.
 
 
PARAMENTE


Das Dommuseum zeigt eine Auswahl von Paramenten vom 14. bis zum 19. Jahrhundert.
 
Paramente nennt man die im katholischen Gottesdienst und in der Ausstattung von Kirchen gebrauchten Textilien. Ein wesentlicher Bestandteil der Paramente in der Sammlung des Domschatzes sind die Obergewänder, Kasel oder Chormantel, die die Priester beim katholischen Gottesdienst tragen. Die Kasel ist seit ca 1000 n. Chr. das ausschließliche Gewand der Bischöfe und Priesters bei der Feier des Gottesdienstes. Sie war zunächst als Kreis zugeschnitten. Erst später wurde sie an den Armen und in der Länge gekürzt. Heute hat die Kasel wieder eher die Form eines Kreises. Die Kaseln wurden im Mittelalter und in der Barockzeit aus besten Stoffen genäht, reich bestickt und mit gestickten Bildern appliziert.
 
Der Chormantel ist ein bodenlanger, halbrund geschnittener Umhang, der bei feierlichen liturgischen Handlungen außerhalb der Messfeier auch heute noch Verwendung findet. In der Frühzeit hatte dieser Umhang eine Kapuze, die sich im Verlauf der Zeit zu einem eigenen Zierbesatz (Schild) entwickelte. Auch der Chormantel ist meist reich bestickt und verziert. Vorne wird der Chormantel durch eine Schließe zusammengehalten. Auch der Chormantel wird heute noch bei feierlichen liturgischen Handlungen in der Kirche benutzt.
 
Weitere Paramente für den Gottesdienst sind die Stola, ein breites Textilband als Amtszeichen der Kleriker, das Velum, das den Kelch verhüllt, die Dalmatik, das liturgische Gewand der Diakone, aber auch liturgische Untergewänder wie z.B. die Albe, ein knöchellanges weites Hemd, das mit einem Gürtel zusammengehalten wird. Auch das Altartuch oder das kleine Platzdeckchen (Corporale) zählen zu den Paramenten der Kirche. Sie sind neben anderen Paramenten je nach Bedeutung mehr oder weniger künstlerisch gestaltet, sollten allerdings immer auch aus einem herausgehobenen, natürlichen Stoff, mindestens Leinen, sein.
 
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